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BU von links: Bgm. Gerhard Mock, Fischzüchter DI Markus Payr und Fischereiverwalter Jakob Sattler beim symbolischen Urforellenbesatz.
Die heimische Bachforelle (Urforelle, im Fischerjargon Salmo trutta forma fario genannt) war noch vor Jahrhunderten sehr häufig in den Veiter Fließgewässern Glan und Wimitz zu finden. Durch die bevorzugte, eher stationäre Lebensweise der Bachforelle haben sich viele Unterarten oder auch Lokalrassen gebildet. Sensationellerweise wurde im Görtschitztal in den naturbelassenen Fischereigewässern von Dr. Georg Rothenpieler ein Stamm der echten Urforelle gefunden und gezüchtet. Die Urforelle dieses Stamms gibt es in
Vision des ehrgeizigen Projektes des St. Veiter Fischereirevierausschusses ist der Nachbesatz mit diesem Fisch in allen Fließgewässern im Bezirk, die im Einzugsgebiet der Gurk liegen. Die erste Phase des Projektes wird mindestens vier Jahre dauern, um einen ausreichenden Laichfischbestand zu erhalten. In den weiteren Jahren sollten auch alle anderen Bewirtschafter von dem Besatz mit autochtonen Bachforellen Gebrauch machen.
Grundlegende Ziele:
Interessante Infos:
Die Bachforelle ist von Europa bis West-Asien weit verbreitet und wurde auch in Fließgewässern Afrikas, Nord- und Mittelamerikas, Australiens und Ostasiens eingebürgert. Die vielen Unterarten, die sich gebildet haben, sind in ihrer Existenz stark gefährdet. In Europa unterscheidet man fünf große Linien: Es handelt sich um die Atlantische, Adriatische, Donaustämmige, Mediterrane und Marmorierte Bachforelle.
Durch die Arbeiten in den Fischzuchten wurde in den letzten 30 Jahren hauptsächlich die Atlantische Linie gezüchtet und aufgezogen. Dadurch wurden die natürlichen und autochtonen Bachforellen-Populationen durch den Besatz des Atlantischen Typs stark vermischt und zum Teil auch verdrängt.
Bedingt durch eine Vielzahl von anthropogenen (durch den Menschen beeinflusst) Einflüsse wie Kraftwerksbau, Flussbegradigung, Umweltbelastung und Verschmutzung fand bei vielen Gewässerbewirtschaftern ein Umdenken hinsichtlich Herkunft der Fische statt. Es wird versucht, hochwertige Besatzfische in die zum Teil stark beeinflussten Gewässer zu besetzen. Auch fand ein Umdenken hinsichtlich der Genetik der Bachforelle statt. Einige Gewässerökologen, Gewässerbewirtschafter und Fischzüchter versuchen, die heimischen Fische wieder aufzuziehen und zu besetzen.
Weitere Infos bei:
Jakob Sattler, St. Veiter Fischereiverwalter; Tel. 0664 / 220 65 05
DI Markus Payr, Fischereibetrieb Sirnitz; Tel. 0664 / 793 54 52
