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Aktualisiert am: 02.09.2010
St. Veit
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06.07.2010

Exklusiv in Österreich - die Urforelle wird in St. Veit/Glan nachbesetzt!

Das Samstag Vormittagsprogramm am St. Veiter Hauptplatz wurde am 3. Juli um eine Attraktion bereichert: Die so genannte Urforelle wurde vor dem Rathaus von Bgm. Gerhard Mock, vom St. Veiter Fischereiverwalter Jakob Sattler und vom Fischereirevierausschuss symbolisch nachbesetzt. Dabei ist der Typus dieses Fisches vorgestellt und in verschiedenen Altergruppen der Bevölkerung präsentiert worden.

Urforelle

 

BU von links: Bgm. Gerhard Mock, Fischzüchter DI Markus Payr und Fischereiverwalter Jakob Sattler beim symbolischen Urforellenbesatz.

 

Die heimische Bachforelle (Urforelle, im Fischerjargon Salmo trutta forma fario genannt) war noch vor Jahrhunderten sehr häufig in den Veiter Fließgewässern Glan und Wimitz zu finden. Durch die bevorzugte, eher stationäre Lebensweise der Bachforelle haben sich viele Unterarten oder auch Lokalrassen gebildet. Sensationellerweise wurde im Görtschitztal in den naturbelassenen Fischereigewässern von Dr. Georg Rothenpieler ein Stamm der echten Urforelle gefunden und gezüchtet. Die Urforelle dieses Stamms gibt es in Österreich in zuchtreifer Anzahl nur in der Fischerei von DI Markus Payr in Sirnitz. Von ihm erfolgt der Besatz in St. Veiter Gewässer demnächst, der symbolische Besatz wurde am 3. Juli veranstaltet.

 

Vision des ehrgeizigen Projektes des St. Veiter Fischereirevierausschusses ist der Nachbesatz mit diesem Fisch in allen Fließgewässern im Bezirk, die im Einzugsgebiet der Gurk liegen. Die erste Phase des Projektes wird mindestens vier Jahre dauern, um einen ausreichenden Laichfischbestand zu erhalten. In den weiteren Jahren sollten auch alle anderen Bewirtschafter von dem Besatz mit autochtonen Bachforellen Gebrauch machen.

 

Grundlegende Ziele:

  • Besatzmaßnahmen im Einzugsgebiet der Gurk für Bachforellen sollten schrittweise vom autochtonen (gewässereigen, heimisch) Bachforellenstamm (Fischereigewässer Dr. Georg Rothenpieler) ausgehen.
  • Die autochtone Bachforelle soll in ihrer Bestandsdichte wieder zum typischen Leitfisch in der Forellenregion der Gurk werden.
  • Sicherung der natürlichen Reproduktion
  • Aufklärungsarbeit aller Gewässerbewirtschafter im Einzugsgebiet der Gurk

Interessante Infos:

 

Die Bachforelle ist von Europa bis West-Asien weit verbreitet und wurde auch in Fließgewässern Afrikas, Nord- und Mittelamerikas, Australiens und Ostasiens eingebürgert. Die vielen Unterarten, die sich gebildet haben, sind in ihrer Existenz stark gefährdet. In Europa unterscheidet man fünf große Linien: Es handelt sich um die Atlantische, Adriatische, Donaustämmige, Mediterrane und Marmorierte Bachforelle.

Durch die Arbeiten in den Fischzuchten wurde in den letzten 30 Jahren hauptsächlich die Atlantische Linie gezüchtet und aufgezogen. Dadurch wurden die natürlichen und autochtonen Bachforellen-Populationen durch den Besatz des Atlantischen Typs stark vermischt und zum Teil auch verdrängt.

Bedingt durch eine Vielzahl von anthropogenen (durch den Menschen beeinflusst) Einflüsse wie Kraftwerksbau, Flussbegradigung, Umweltbelastung und Verschmutzung fand bei vielen Gewässerbewirtschaftern ein Umdenken hinsichtlich Herkunft der Fische statt. Es wird versucht, hochwertige Besatzfische in die zum Teil stark beeinflussten Gewässer zu besetzen. Auch fand ein Umdenken hinsichtlich der Genetik der Bachforelle statt. Einige Gewässerökologen, Gewässerbewirtschafter und Fischzüchter versuchen, die heimischen Fische wieder aufzuziehen und zu besetzen.

 

Weitere Infos bei:

Jakob Sattler, St. Veiter Fischereiverwalter; Tel. 0664 / 220 65 05

DI Markus Payr, Fischereibetrieb Sirnitz; Tel. 0664 / 793 54 52

INFOS

St. Veiter Fußgängerzone

 

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