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Aktualisiert am: 29.07.2010
St. Veit
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14.02.2010

Drittälteste St. Veiterin ist 100 Jahre jung!

Bgm. Mock stellte sich als Gratulant mit 100 Rosen ein.Der Valentinstag, der 14. Feber jeden Jahres, gilt in einigen Ländern der Welt als „Tag der Liebenden“.

 

Nicht nur deshalb ist der 14. Feber ein besonderer Tag für St. Veit an der Glan, sondern auch weil an diesem Tag Frau Aloisia Rauter ihren Geburtstag feiert.

 

Im Jahr 2010 ist es ein rundes Jubiläum – sage und schreibe der 100. Geburtstag! Auf Wunsch der Familie wurde im Rathaus schon einige Tage vorher gefeiert. 22 Mitglieder des Familienverbandes hatten sich im Rathaushof eingefunden, um mit der rüstigen Jubilarin ihr 100. Wiegenfest zu feiern.

Gesanglich untermalt wurde die Feier vom Sextett des Eisenbahnerchores St. Veit unter der Leitung von Obmann Adolf Sumper.

 

Sie wurde als 15. Kind ihrer Eltern Georg und Cäcilia am 14. Feber 1910 geboren.

 

Den geliebten Vater verlor sie mit knapp acht Jahren. Die Mutter war lange Zeit als Kellnerin beim legendären „Grabenwirt“ tätig.

 

Der 1. Weltkrieg traf natürlich auch Frau Rauter im jungen Alter von zehn Jahren mit großer Härte. Betteln um Brot und weite Fußwege, sogar bis Brückl, um ein wenig Milch zu ergattern, standen auf der Tagesordnung.

 

Sie absolvierte vier Jahre der Volksschule und anschließend die sogenannte Bürgerschule. Daneben musste sie auch zu Hause tatkräftig mithelfen. Anschließend absolvierte das Geburtstagskind eine Lehre zur Schneiderin. Die Lehre hat sie mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen!

 

Frau Rauter war in ihrer Jugend als schöne Lola bekannt, die Aufmerksamkeit des männlichen Geschlechts war ihr sicher.

 

1932 heiratete sie ihren Mann Simon. Am 17. Mai 1932 kam Sohn Volkmar auf die Welt. Noch acht weitere Kinder sollten folgen: Erika, geb. am 30.11.1935; Lisl, geb. am 7.7.1937; Klaus, geb. am 10.5.1942; Erich, geb. am 30.10.1943, der leider schon am 2. Mai 1945 verstarb. Burkhardt, geb. am 11.12.1946; Wolfgang, geb. am 27.1.1949; Barbara, geb. am 3.7.1950; Bernhard, geb. am 27.9.1951.

Obwohl das Geld knapp, die Wohnung viel zu klein war, danken ihre Kinder für eine dennoch schöne Kindheit.

Groß war auch das Elend während des 2. Weltkrieges, aus dem ihr Mann erst 1946 aus der Gefangenschaft zurückkehren sollte.

1957 schließlich wurde eine größere Wohnung in der Leopold Polanz Straße bezogen, wo das rüstige Geburtstagskind auch heute noch lebt.

Am 27. November 1966 verlor sie ihren geliebten Mann. Mit eisernem Willen, mit ganz großer Kraft hat sie sich und ihre geliebten Kinder alleine durchgebracht.

 

Heute ist sie stolz auf acht Kinder, 17 Enkelkinder und 17 Urenkelkinder.

Frau Rauter erfreut sich bester Gesundheit und geistiger Frische.

 

Sie ist bis zu vier mal pro Woche im Kaffeehaus anzutreffen, wo sie sich gerne mit ihren – natürlich viel jüngeren – Freundinnen austauscht.

 

Bewahrt hat sie sich über die vielen Jahrzehnte ihr großes politisches Interesse.

 

Zu ihren Hobbys zählen neben dem regelmäßigen Kaffeetratsch das Lösen von Kreuzworträtseln, das aufmerksame Lesen von Tageszeitungen und Sport im TV, wobei die Disziplin nicht so wichtig ist. Sie verfolgt liebend gerne Fußball- und Tennisspiele genau so wie Schispringen oder Schi-Alpin-Bewerbe.

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